Musikschüler stimmen mit einem besinnlichen Konzert auf Weihnachten ein

Von Astrid Rau
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KORBACH. Zu Weihnachten muss alles perfekt werden, den Eindruck kann man bekommen, wenn man sich das adventliche Treiben ansieht. Allerdings kann dabei schnell der Spaß an der Sache auf der Strecke bleiben. Dagegen setzten die Schüler der Musikschule Korbach am Donnerstagabend mit ihrem Konzert in der Korbacher Nikolaikirche einen Kontrapunkt.

Ruhig-festliche Stimmung

Ihr Konzert hatte etwas von der ruhigen Stimmung von Heiligabend, wenn die Kinder den gespannt wartenden Erwachsenen auf ihren Instrumenten vorzaubern, was sie im vergangenen Jahr dazugelernt haben. Dass im Konzert meist ruhigere Tempi gewählt wurden, wirkte angenehm, wie eine Art Vollbremsung gegen die Adventshektik.

Zur Eröffnung hatten die Bläserklasse und das Nachwuchsorchester (Leitung: Michael Kuhaupt und Rainer Horn) die feierliche Ouvertüre aus Händels berühmter Feuerwerksmusik ausgesucht. Wie ein Meer von Geigen sah das Suzukigeigenensemble (Amitrya Mogalla) beim Blick von der Empore aus. Die zum Teil noch sehr jungen Musiker spielten zur Klavierbegleitung von Tatjana Kouper bekannte Weihnachtslieder.
Wie Musik aus einem Märchen wirkten dann die Stücke, die die erwachsenen Mitglieder des Gitarrenensembles unter Tobias Hecker musizierten. Bemerkenswert mutig war die Leistung der Nachwuchs-Sängerinnen Elizabeth Dowling und Rebekka Siebers (Gesangsklasse Anja Ressel), die jeweils nur vom Klavier (Jurij Zak) begleitet vor der vollen Kirche ihre Stücke vortrugen.

Die träumerische Stimmung der vorhergehenden Stücke griff Barbara Gerholds Flötenensemble auf. Eindeutiges Highlight des Konzerts war eine Blockflötensonate von Händel, die Catrina Weige beeindruckend spielte.

Wie ein Sinfonieorchester

Satten Klang wie von einem Fernseh-Sinfonieorchester bot schließlich das rund 20-köpfige Celloensemble unter der Leitung von Daniel Senft mit Gavotten von Praetorius und traditionellen Weisen. Mit fröhlich-festlicher Musik entließ das Blechbläserensemble das Publikum in den Abend.

Am Ende des Konzerts konnte man nicht erkennen, wer stolzer auf die Aufführung war: Die Musiker oder ihre Eltern und Angehörigen. Feststehen dürfte aber, daß sie sich mit diesem Konzert als begeisterte Aufführende und aufmerksame Zuhörer schon vor Weihnachten gegenseitig ein Geschenk gemacht haben.

Quelle: HNA vom 22. Dezember 2007


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